Verspielt

Spiele mit Handicap

Hunde, die eine Behinderung haben, kommen meist sehr gut damit zurecht und haben genauso viel Lebensfreude wie ihre Artgenossen ohne Handicap. Auch sie brauchen körperliche und geistige Auslastung und wollen Spaß mit ihren Menschen zusammen haben.

Oft sind es die Menschen, die lernen müssen, sich auf die Art der Behinderung ihres Vierbeiners einzustellen. Egal ob ein Hund taub oder blind ist oder nur drei Beine hat, es gibt viele Möglichkeiten, die richtige Beschäftigung und das richtige Maß an Aktivität zu finden.
Für das Training ist ein Marker wieder sehr hilfreich. Bei einem blinden Hund kann z.B. der Clicker oder ein Markerwort geübt werden. Taube Hunde reagieren auf das Signal einer Taschenlampe oder ein Vibrationshalsband. Letzteres muss allerdings vorsichtig aufgebaut und trainiert werden.

Immer der Nase nach

Such- und Fährtenspiele eignen sich hervorragend für fast alle Hunde.
Hat der Hund noch keine Erfahrung damit, beginnt man am besten in der Wohnung mit einem einfachen Hütchen-Spiel.
  • Ein Leckerlie wird unter einem Plastikbecher versteckt.
  • Mit dem Kommando “Such” wird der Hund zum Becher geschickt. Er wird sehr schnell den Becher mit der Nase umwerfen und so an die Belohnung kommen.
  • Im weiteren Training wird die Anzahl der Becher erhöht, aber nur unter einem befindet sich das Leckerlie. Der Hund merkt, dass er seine Nase einsetzen muss, um den Becher mit dem Jackpot zu finden.

Für das Training beim Spaziergang verwendet man einen Futterdummy.

  • Der Dummy wird mit den Belohnungsstückchen befüllt und dem Hund gezeigt. Dann bekommt er ein Leckerlie daraus und lernt so, dass er durch seinen Menschen an die Belohnung kommt.
  • Zu Trainingsbeginn wird der Dummy vor dem Hund abgelegt. Nimmt er diesen in die Schnauze, folgt der Marker und das Leckerlie wird gemeinsam ausgepackt.
  • Die Entfernung des Dummys zum Hund kann langsam gesteigert werden. Bei blinden Hunden ist es besser, eine Duftspur zu legen.
  • Dazu wird der Dummy an einem Band festgebunden und auf dem Boden gezogen. Der Hund folgt dann der Fährte bis zum Dummy. Jedes Folgen der Spur wird bereits gemarkert.
  • Für taube Hunde oder Dreibeiner kann die Duftspur bis zu einem Versteck gelegt werden. Der Dummy muss nicht mehr zu sehen sein.
  • Bei Rollie-Hunden ist natürlich darauf zu achten, dass keine Hindernisse im Weg sind und sie problemlos an das Versteck kommen können.
Gerade behinderten Hunden machen Suchspiele viel Spaß. Manche sind sogar so stark motiviert, dass sie großartige Mantrailer werden.
Viele Hundeschulen sind auch auf Hunde mit Handicap eingestellt und bieten entsprechende Kurse oder Workshops an.

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