Hundefutter, Nützliches, Pflege

Alles Bio und gut?

Wenn man bei den eigenen Einkäufen stets darauf achtet, dass man alle gekauften tierischen Produkte mit seinem Gewissen vereinbaren kann, stolpert man früher oder später auch über das Hundefutter. Seit das Hundetier BARF nicht mehr so gut verträgt, sind hier wieder Dosen im Schrank gelandet.

Auf der Suche nach dem besten Hundefutter bin ich auf Leyen Hundefutter gestoßen. Auf der Homepage kann man sich durch viele Texte lesen, die nicht nur ein unglaublich gesundes Futter versprechen sondern auch auf die vielen glücklichen Hühner und Rinder verweisen, die ein artgerechtes Leben hatten bis sie in der Dose gelandet sind. Das klingt ganz vielversprechend und verringert das schlechte Gewissen sowie den Kontostand beträchtlich.
Denn soviel Gutes gibt es natürlich nicht so günstig wie Schlachtabfälle aus der Massentierhaltung.

Gespart wird dafür am Versand.
Offensichtlich wurde damit ein Autoteileverkäufer oder eine Autowerkstatt beauftragt. (siehe Fotostrecke)
Um das Futter zu testen, habe ich 8 Dosen, 1x Birne-Gretel und das Kokosöl bestellt. Von den 8 bestellten Dosen war nicht eine ohne Beule. Die Birne-Gretel-Kekse hatten sich unterwegs auch schon aus der Tüte befreit und lagen verstreut im Karton. Wenn man dann sieht, dass dieser Karton vorher zur Aufbewahrung von Motoröl diente, ist das gute Bio-Gefühl schon nicht mehr so groß.

Aber erstmal wurde das Futter getestet. Die Dose Rind (410g für €3,75) enthält 52% Fleisch. Für die Seniorin ist das noch ok. Für einen aktiven, jungen Hund wäre mir das zuwenig. Außerdem fehlt eine vollständige Deklarierung der Zusammensetzung. Das erwarte ich bei einem Bio-Futter in der Preislage einfach.
Sehr positiv fiel aber auf, dass der Inhalt der Dose sehr fest und nicht so flüssig war, wie es bei anderen getreidefreien Sorten üblich ist.

Leyen Hundefutter | Hirsch

Das Emmchen fand das Futter ziemlich lecker. Sie hat durchaus schon größere Begeisterung gezeigt, aber es wurde alles anstandslos aufgefressen. Nachdem die ersten Dosen aufgebraucht waren, habe ich mich noch zu einer weiteren Lieferung entschieden.

Dieses Mal sollten es die Vorteilspakete werden. Eine 410g Dose Rind kostet dann €3,38 statt €3,75 und die Chance steigt, dass alle Dosen den Versandweg überstehen, da sie im festen 12er Gebinde geliefert werden. Fehlanzeige! Wieder kam kaum eine Dose unversehrt an.
Am meisten geärgert hat mich allerdings die Tatsache, dass ich mir jetzt wirklich wie ein Müllentsorger für Autoteile-Verpackungen vorkam.

Das alles stammt aus einem Karton und ist „nur“ noch der Kartonanteil. Luftpolster, Folien und Tüten habe ich bereits entsorgt.

Wenn man sein eigenes Produkt sehr gern hat, sollte man es auch so behandeln bis es bei den Kunden angekommen ist. Dann merken die nämlich auch, dass sich da jemand Mühe gibt.

Nun aber wieder zum Wesentlichen. Nach 14 Tagen Leyen Hundefutter ist Emilys Fell wirklich superweich und dicht. Output gibt es zweimal am Tag aber dafür sehr sehr viel. Es scheint fast so als würde das Futter so durchgehen und kaum verwertet werden, denn so richtig satt war sie in der Zeit nicht.
Da sie aber auch aufgrund ihres Alters etwas futtersensibel ist, bedeutet das nicht, dass das Leyen Futter nicht gut ist.

Mich hat das Futter nicht überzeugt. Der Fleischanteil ist mir zu niedrig und die Deklaration zu ungenau. Emily ist auch nicht traurig und die Mengen, die aus dem Hund raus kommen, sind wieder normal. Dass ich von der Lieferung genervt war, muss ich wohl nicht noch mal betonen. 😉

Füttert ihr Bio-Futter und welches könnt ihr empfehlen?

 

You may also like

Dein Kommentar

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhältst Du in der Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen